Pilsen, mein 66. Geburtstag
Auf dem Bürgerfest in Regensburg, wohin mich meine Tochter eingeladen hatte, fiel mir ein Hotelführer der Partnerstadt Pilsen (CZ) in die Hand.
Wieder zu Hause blätterte ich den Prospekt durch und fand ein neu gebautes 4-Sterne Hotel. Im Internet stöberte ich weiter und fand ein Angebot, das mir sehr interessant erschien.
Drei Übernachtungen mit Frühstück, inklusive einer Besichtigung der Pilsner Urquell Brauerei und der Bohemia Sektkellerei, einem 3-Gänge-Abendessen und einem 4-Gänge Candelight Dinner
für 129,00€/ Person bei eigener Anreise. (www.angelo-pilsen.cz)
Da dachte ich mir, das ist mal etwas Schönes, was man anlässlich des 66. Geburtstages unternehmen kann.
Gelesen, Karl-Heinz gefragt, ob er einverstanden ist, gebucht, getan!
Allerdings war das mit der Anreise im Bus nicht so prickelnd. Ich hatte über Eurolines Hin und Rückfahrt für 66,00€ gebucht und habe gedacht, das sind so richtig bequeme Überlandbusse,
aber weit gefehlt. Na ja, die Hinfahrt haben wir überstanden, es regnete und als wir in Pilsen ankamen, wurde das Wetter schön.
Das Hotel befindet sich am anderen Ende der Stadt, wir mussten ein Taxi nehmen, das allerdings wesentlich billiger als in Deutschland ist.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und wir erhielten ein teureres Zimmer für das gleiche Geld, weil sie ja mein Geburtsdatum hatten. Nett, nicht wahr?
Grins, der Fahrstuhl in die 5.Etage war mit unserer Keycard zu bedienen, bis ich den Bogen des "rein-und-raus-ziehens" weghatte, dauerte es etwas. Ebenso ging es uns an der Zimmertür.
Also, die Unterkunft war sehr schön, sehr sauber. Am nächsten Tag gingen wir dann in die Stadt. Bis auf ein paar sehr schöne Jugendstilbauten ist hier eigentlich "der Hund erfroren",
wie man so sagt. Kleine Läden, in einer Straße mindestens 3 Glücksspielhallen und kleine Kneipen, die aber nicht sehr einladend wirkten. Und was eigentlich das Nervigste war, die wollten
alle kein €, wir mußten also ständig Geld tauschen. Da der Stadtbummel nicht so ergiebig war, kam ich auf die wahnwitzige Idee, mir den Zoo anzusehen. Was ich nicht einkalkulierte, war
eine immer größer werdende Blase am Fußballen. Deshalb brach ich dann den Zoobesuch vorzeitig ab und fuhr mit einem kleinen "Zug" wieder ins Zentrum.
Am Nachmittag stand die Besichtigung der Pilsner Urquell Brauerei auf dem Plan.
"Aufgrund der sehr schlechten Bierqualität am Anfang des 19. Jahrhunderts entschlossen sich die brauberechtigten deutschen Bürger Pilsens zum Bau einer neuen Brauerei, das „Bürgerliche
Brauhaus“ um damit die technischen Voraussetzungen für die Herstellung eines moderneren untergärigen Bieres zu schaffen. Im Frühling 1842 berief der Pilsner Braumeister Martin Stelzer
den Bayern Josef Groll zum ersten Braumeister. Das Bürgerliche Brauhaus wurde in den folgenden Jahren ständig erweitert und im Jahr 1913/1914 überschritt die Jahresproduktion erstmals
1 Million Hektoliter. 1898 wurde die Schutzmarke Pilsner Urquell eingetragen. Seit 1999 gehört das Unternehmen zum Konzern South African Breweries plc (seit 2002: SABMiller). Pilsner
Urquell ist die insbesondere für das Exportgeschäft bedeutende Hauptmarke der Pilsner Urquell AG."
(Quelle: Wikipedia)
Mehr über die Geschichte findet Ihr auf der Seite der Stadt Pilsen. Fotografieren durfte man gegen ein
Entgelt von 100 CZK.
Am 6.August fuhren wir dann mit dem Taxi in die Bohemia Sekt Kellerei. Die Sektkellerei gehört zur Henkell-Gruppe, ist aber eigenständig. Näheres dazu findet Ihr bei:
http://www.henkell-sektkellerei.de/de/henkell-co.-gruppe/unternehmen/international/bohemia-sekt-a.s
Die Führung war sehr interessant, auch hier habe ich einige Fotos gemacht. Die anschließende Verkostung war natürlich klasse. Leicht beschwingt fuhren wir dann wieder zurück, aber der Sekt
ist mir sehr gut bekommen, da Karl-Heinz keinen Sekt trinkt, durfte ich gleich zu Anfang zwei Gläser trinken. Anschließend bummelten wir noch ein wenig durch das Einkaufszentrum. Ansonsten
sind am Samstag fast alle Geschäfte geschlossen, also das Zentrum auch wie ausgestorben. Am Abend bekamen wir dann unser "Candelightdinner" was auch sehr lecker war. Nach einem Bier bzw.
einem Caipirhina klang der Abend dann auch schön gemütlich aus.
Da ich keine Lust auf die Rückfahrt mit dem Bus hatte, entschlossen wir uns kurzerhand nach einer günstigen Zugverbindung zu schauen. Der "Alex" ist ein Expresszug und fährt direkt von
Prag über Pilsen nach Nürnberg und zurück. Die Fahrt war wesentlich angenehmer und dauerte 3 Stunden.
Alles in Allem waren es schöne Tage, aber zu Hause ist es doch am schönsten.
Meine Fotos sollen Euch ein wenig neugierig machen. Viel Spaß beim Anschauen!
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